Konzept Waldpädagogik

Der Aufenthalt in der freien Natur ist für Kinder enorm wichtig. Die Wombat GmbH lebt eine aktive Waldpädagogik. Von März bis Oktober gehen wir einmal wöchentlich mindestens einen halben Tag in den Wald.

Der Wald bietet den Kindern eine grosse Vielfalt an Spielmöglichkeiten. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. So wird die Natur spielerisch entdeckt. Aus Moos wird ein Zwergengarten, welcher liebevoll mit Blumen und Blätter geschmückt wird und aus herumliegendem Holz werden Schwerter, welche wilde Piraten brauchen, wenn sie zwischen den Bäumen auf Schatzsuche gehen.

Die Grenzen im Wald sind viel freier als in der Kita oder im Quartier. Es darf gerannt, geklettert und geschrien werden. Räumliche Grenzen gibt es keine, dafür unendlich viele Spiel- und Experimentiermöglichkeiten.

Themenauswahl

Je nach Projektthema oder Jahreszeit planen wir Aktivitäten im Wald. Wir bauen Zwergenhäuschen, machen einen Kletter- und Balanceparcours oder sammeln Blätter, Nüsse und Beeren. Oder wir beobachten die Natur, die Tiere und Pflanzen. Im Wald entdecken die Kinder überall spannende, neue Materialien.

Bei unseren Waldaufenthalten steht das Freispiel klar im Vordergrund.

Ziel

Die Kinder können ihren Bewegungsdrang ausleben, dürfen klettern, schreien und rennen. Die Kinder lernen Respekt und Achtung gegenüber der Natur (keine Tierli töten, Pflanzen und Bäume nicht verletzen). Ziel ist es, die Kindergruppe und Einzelkinder ihrem Alter und ihrem Entwicklungsstand entsprechend zu fordern und fördern:

Klettern, balancieren, auf unebenem Boden gehen und rennen
Blumen und Blätter pflücken, Zwergenhäuschen bauen, Nüsse knacken, „dräckele“
Respekt gegenüber Tieren und Pflanzen, sich gegenseitig helfen, Rücksicht nehmen
Alle Sinne ansprechen: kleine Tierli suchen und beobachten, Pflanzen riechen, Beeren und Nüsse essen (immer nur unter Aufsicht und mit Erlaubnis von Erwachsenen), Waldmaterialien fühlen (Baumrinde, Moos,…), Geräusche hören (Wind, Vögel,…)
Den Kreislauf der Jahreszeiten erleben/beobachten/lernen, Pflanzen und Tiere kennen lernen
Mut entwickeln (alleine auf Entdeckungsreise gehen, klettern, balancieren), Ängste überwinden (vor Käfern und Spinnen, vor der Weite im Wald, vor dunklen Verstecken,…), eigene Grenzen kennen lerne (was kann ich?, was traue ich mir zu?)
Tiere und Pflanzen benennen, singen, schreien, Blätter wegpusten, Geräusche von Tieren nachmachen
Die eigenen Grenzen kennenlernen, alleine Gehen, Fantasie ausleben/umsetzen, Gefahren abschätzen können

Umsetzung

Einmal wöchentlich gehen wir von März bis Oktober mindestens einen halben Tag in den Wald. Die Waldtage werden so geplant, dass möglichst alle Kinder mindestens einmal monatlich in den Wald gehen können (je nach Anwesenheit der Kinder). Die Waldaufenthalte finden mehrheitlich am Vormittag statt. Kinder unter 18 Monaten werden nicht für die Waldtage eingeplant.

Grundsätzlich besuchen wir immer denselben Wald, damit sich die Kinder am Ort zurechtfinden und die Umgebung kennen. Je nach Jahreszeit bleiben wir den ganzen Tag im Wald und bräteln Cervelats zum Zmittag.

Wir gehen bei jeden Wetter in den Wald (ausser bei Gefahr wie Sturm oder Gewitter). So erleben die Kinder die Natur bei Regen und Sonnenschein.

Elternarbeit

Eltern werden monatlich per E-Mail informiert, an welchen Tagen wir in den Wald gehen. Wir erwarten, dass alle Kinder wetterentsprechende Kleider in die Kita mitbringen. Eltern werden informiert, wenn besondere Aktivitäten unternommen werden oder wenn wir den ganzen Tag inklusive Mittagessen im Wald verbringen. Am Abend nach Waldtagen müssen alle Eltern ihre Kinder auf Zecken überprüfen (wir sprayen die Kleider mit Zeckenspray ein).

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